Nasjonalpark Femundsmarka

Der Femundsmarka Nationalpark in Norwegen und das auf der schwedischen Seite angrenzende Rogens-Naturreservat ist ein Wildnisgebiet, das seit dem Ende der letzten Eiszeit nahezu unverändert ist. Das Gebiet wird geprägt von Moränenlandschaften, Seenplatten und Wäldern mit uralten Bäumen. Im südlich angrenzenden Fulufjäll steht der wahrscheinlich älteste lebende Baum der Welt. Seine Wurzeln werden auf ein Alter von fast 10.000 Jahre geschätzt. Er begann zu wachsen, gleich nachdem die Gletscher der Eiszeit sich zurück gezogen hatten. Im Fulufjäll befindet sich auch Njupeskär, mit 90 Metern Fallhöhe Schwedens höchster Wasserfall. Die größten Seen sind der Femunden und der Feragen auf norwegischer Seite und der Rogen auf der schwedischen Seite. Sie und unzählige kleinere Seen und Bäche sind beliebt bei Kanuwanderen. Wenn man lieber zu Fuß unterwegs ist, kann man in dieser Wildnis tagelang und sogar wochenlang unterwegs sein, ohne eine Straße überqueren zu müssen oder in eine Ortschaft zu kommen. Gute Ausgangspunkte sind in Norwegen die Stadt Røros, von wo aus man per Bus und Boot über den See Femunden in die Femundsmarka kommt, oder die Fjällstation Grövelsjön bei Idre in Schweden. Auch hier gibt es Busverbindungen von Stockholm und Mora. Man kann von Røros aus auch in einer mehrtägigen Wanderung durch einsame Fjellgebiete über Marenvollen zum Feragen und von dort weiter in die Femundsmarka wandern. Kanuwanderer setzen für Touren im Rogens Reservat auch gerne an dem Einsiedlerhof Käringsjön auf schwedischer Seite ein, wo man auch Kanus ausleihen kann.
Mit Glück kann man auch Tiere beobachten. Es gibt Elche, Rentiere, Bären, Wölfe, Luchse, Füchse und auch eine kleine Gruppe Moschusochsen. Die felsige Moränenlandschaften mit uralten Bäumen bieten den Tieren aber gute Deckung um sich nahezu unsichtbar zu machen. Der normale Wanderer wird in der Regel nur die domestizierten Rentiere der örtlichen Züchter sehen, die wie Wildtiere in der weiten Landschaft leben. Die Vogelwelt ist im Sommer reichhaltig, weithin zu hören sind im Sommer z.B. die Rufe der Kraniche am Feragen. Ebenso die Insekten, vor allem die Mückenschwärme machen jedem, der im Sommer dort unterwegs ist zu schaffen.
Im Winter wird die Region von kontinentalem Klima geprägt. Hier werden oft die kältesten Temperaturen in Skandinavien gemessen, mit bis zu rund -50°C. Dann liegt die Region unter einer dicken Schneedecke die sich spätestens im November bildet und meistens erst im Mai wegtaut. Die Sommer sind verhältnismäßig warm und oft sonnig, Nachmittags bilden sich aber oft Regenschauer. Im Juni und Juli wird es auch nachts nie richtig dunkel.


REISEBERICHTE:

Von Røros nach Grövelsjön
Femundsmarka 2003


Blaue Bohnen am Halvortjörna
Femundsmarka 2005


Von Røros nach Røvollen
Femundsmarka 2017



VIDEO, YOUTUBE:

Wandern in Norwegen, Femundsmarka